Riesenbecker Sixdays

Mit Ausdauer, Taktik, Besonnenheit, Umsicht und Strategie nach sechs Tagen finishen? Das ging jetzt in den letzten Tagen bei den 18. Riesenbecker Sixdays. Für 22 Athleten von Marathon genau das richtige und endlich ging es wieder an den Start. Die Mehrzahl kann es nicht lassen und steht alle zwei Jahre bei dem Event, das mittlerweile schon Kultcharakter hat, an der Startlinie. Und für acht Marathonis war es in diesem Jahr die Premiere, sie nahmen erstmals die ca. 125 Kilometer unter die Sohlen und waren ziemlich gespannt auf die Strecken. Eine besondere Ehrung erhielten Matthias Gerdes, er stand bereits zum 11. Mal am Start der Sixdays und Josef Grond, der sogar schon 14 Teilnahmen vorzuweisen hat.

In sechs Tagen (vom 09. bis 14. Mai) ging es für über 540 Läuferinnen und Läufer über 140 Kilometer und insgesamt 1.445 Höhenmetern. Von Riesenbeck führten die Laufetappen in einer großen Schleife durch den Teutoburger Wald wieder zurück zum Startort Riesenbeck. Jeden Tag mussten zwischen 20 und 25 Kilometer gelaufen werden. Wege mit den schönen Namen „Himmelreich“ oder „Hexenpfad“ hatten es in sich und forderten die Marathonis jeden Tag heraus, besonders die Teiletappe von Ibbenbüren zum Dickenberg mit einer Steigung von 35 %. Ohne einen Ruhetag wird durchgelaufen, hier zeigt sich immer, wer seine Läufe gut einteilt und auch mal Zurückhaltung zeigt.
Die täglichen Anstrengungen waren bei den Athleten aber immer schnell vergessen, denn es herrschte am Straßenrand bei den vielen Zuschauern und sogar dem eigenen Marathon-Fanclub Volksfeststimmung. Und die puschten die Athleten immer weiter, wenn es mal nicht mehr ging.
Die Laufveranstaltung findet nach sechs Tagen in einer großen Abschlussparty mit Ehrungen seinen Abschluss. Und hier gab es für die Marathonis auch wieder was zu feiern: Pascal Stenzel belegte in seiner AK M30 den 3. Platz und war auch gleich der schnellste aller Marathonis in 8:37:15 Stunden. Ebenfalls den 3. Platz in der AK W30 belegte Celina Stöppler nach 10:23:24 Stunden. Und Petra Stöppler finishte nach 11:35:51 Stunden auf dem 2. Platz in der AK W60.

Alle Ergebnisse in der Ergebnisliste.