2. Radtour – 28. Juli
Das Ziel der Tour, die Besichtigung der Kommende und die Besteigung des Kirchturms der großen Evangelischen Kirche, lockte insgesamt 25 Marathonis an den Start. Zunächst führte Willi Hüsken uns über eine 13 km lange Pättkestour rund um Burgsteinfurt. Dann teilte sich die Gruppe auf. Bernd Krevis, ehemaliger Pastor, und Willi führten die erste Gruppe auf den Turm mit den vier großen Glocken. Dann konnte man oberhalb des Deckengewölbes durch die Kirche laufen und die meisterliche Dachkonstruktion bewundern. Anschließend stiegen wir eine steile Treppe zum mittelalterlichen Lettner hinauf. Die Akustik der Großen Kirche ist beeindruckend.
Die anderen erkundeten zunächst die Kommende. Mechthild Hüsken erzählte ausführlich und anschaulich die Geschichte. Die Kommende wurde im 12. Jahrhundert gegründet. Adelige aus Steinfurt hatten den Besitz zur Verfügung gestellt. Später förderten sie den Orden durch Schenkungen, z.B. die sogenannte Dreizehn-Armen-Stiftung zu Gunsten des Ordens. Damit verbunden war die Auflage, täglich dreizehn Arme aus der Konventsküche zu versorgen. Es wohnten dort Ritter, Priester und Laien, die für die Arbeiten zuständig waren. Dies endete mit der Reformation im Jahre 1544. Das Kirchenvermögen wurde eingezogen und die Kommende war verschuldet. Unter der Herrschaft Napoleons wurde sie säkularisiert und 1811 aufgehoben. Heute gehört sie zum Fürstenhaus. Die Wohnungen sind vermietet.

