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07.12.2011
Am vergangenen Samstag starteten Gisela Hertz und Josef Grond beim 10. Unter-Tage Sparkassen Marathon in Sondershausen im Thüringer Wald. Der Lauf findet in einem Salzbergwerk in 700m Tiefe statt, so dass die beiden Marathonis den Thüringer Wald nicht zu Gesicht bekamen, denn bei der Anfahrt war es noch dunkel und nach der Veranstaltung schon wieder dunkel. Bei dem Lauf galt es 8 Runden a 5,27km mit ca. 1000 Höhenmetern bei Extrembedingungen zu absolvieren. In 700m Tiefe herrschten Temperaturen um 27°C bei extrem trockener und staubiger Luft. Der Untergrund war teilweise schwer zu laufen und zudem die Lichtverhältnisse schlecht, so dass eine Stirnlampe unverzichtbar war. All diese Bedingungen stellten höchste Anforderungen an die maximal 400 Teilnehmer. Hertz und Grond starteten bereits vor 3 Jahren bei diesem Extremevent und hatten beide das Ziel, ihre damalige Zeit zu unterbieten.
Gisela Hertz hatte von Beginn an arge Probleme mit der Wärme und der Luft und zunehmend mit ihrem Magen/ Darmtrakt. Sie kämpfte mit dem Gedanken abzubrechen, besiegte aber ihren „inneren Schweinehund" und erreichte das Ziel nach 5:30,41 h. Zwar konnte sie ihre bisherige Zeit nicht unterbieten, aber sie war froh und glücklich, gefinisht zu haben, auch wenn sie 15 Minuten länger benötigte als vor 3 Jahren. Trotz aller Schwierigkeiten reichte diese Zeit für den Altersklassensieg in der W55.
Für Josef Grond, der mit einem Laufkollegen aus Nordwalde startete, lief es von Anfang an besser. Erst in der zweiten Hälfte des Marathons hatte er zunehmend Probleme mit Krämpfen, so dass auch für ihn nur noch das Ankommen zählte. Trotz des erreichten Ziels, seine bisherige Zeit zu verbessern, was ihm mit 13 Minuten deutlich gelang, war er sichtlich unzufrieden mit seiner Leistung. Mit der Zeit von 4:23:57 h lief er immerhin noch auf den 2.Platz der M55.
Läufe dieser besonders extremen Art lassen unsere beiden Marathonis im Nachhinein doch darüber nachdenken, warum man sich solchen Bedingungen immer wieder freiwillig aussetzt. Aber spätestens bei der nächsten Anmeldung sind die Strapazen wieder vergessen!
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