11.07.2012
Drei Marathonis bei der ETU Europameisterschaft über die Langdistanz in Roth - Frauke und Katja Strakeljahn beim Junior – Challenge –
Am vergangenen Wochenende machten sich fünf Athleten von Marathon Steinfurt auf den Weg in das Triathlonmekka Deutschlands nach Roth. Frauke und Katja Strakeljahn waren für den Junior-Challenge Roth am Samstag gemeldet. Bei der offiziellen ETU Langdistanz Europameisterschaft in Roth am Sonntag gingen Elke und Karsten Strakeljahn, sowie Carsten Schnückler als Debütant über die 226 km an den Start.
Am Samstagmorgen wurde es um 9.50 Uhr als Erstes für Frauke Strakeljahn, die für das Velodrom Team Wasser und Freizeit Münster startete, spannend. Nach den 400m Schwimmen stieg sie ca. als Zehnte der Jugend B aus dem Rother Freibad, konnte aber sowohl beim ersten Wechsel schon einige Konkurrentinnen hinter sich lassen als auch auf dem 10km Radkurs noch Plätze gut machen, so dass sie als Dritte die zweite Wechselzone erreichte. Diese Superplatzierung gab sie trotz internationaler Konkurrenz auch auf der abschließenden 2,5km Laufrunde nicht mehr aus der Hand. Sie finishte hochzufrieden nach 41:04 min. Ihre jüngere Schwester Katja startete über dieselben Distanzen ebenfalls für Wasser und Freizeit Münster eine halbe Stunde später. Da dies für sie im Vergleich zum Vorjahr eine Streckenverdopplung bedeutete, waren ihre Erwatungen nicht hoch gesteckt. Sie bewies allerdings wahre Größe, indem sie ein ebenfalls am Ende des Starterfeldes der Schülerinnen A liegendes Mädchen dazu animierte, mit ihr gemeinsam Hand in Hand ins Ziel zu laufen, wohl wissend, dass sie dann als Letzte registriert würde. Ihre Zielzeit betrug 51:14 min.
Am nächsten Tag konnten sie sich dann mit ihren Eltern und „Rookie" Carsten Schnückler gegen 5.00 Uhr auf den Weg zum Schwimmstart am Main Donau Kanal machen, um mit ca. 20000 weiteren Fans anzufeuern. Gänsehautfeeling für alle Athleten! Das Profifeld eröffnete den Wettkampf mit der ersten Startwelle um 6.30 Uhr.
Elke Strakeljahn ging mit allen Agegrouper Frauen um 6.45 Uhr in der dritten Startwelle auf die 3,8 km lange Schwimmstrecke und konnte diese nach 57:36 min beenden. Ihr Mann Karsten startete 20 Minuten später und benötigte 1:05:53 min. Carsten Schnückler hatte die strategischen Tipps seiner Vereinskollegen gut umgesetzt. Er startete um j7.45 Uhr und verließ das Wasser nach guten 1:09:24 min. Der erste Wechsel dauerte für Elke Strakeljahn 2:32 min, ihren Ehemann 4:14 min und für Schnückler 4:40 min.

Alle drei nahmen zuversichtlich die 180 km Radfahren in Angriff. Mit den heftigen und nicht vorhergesagten starken Winden hatte allerdings niemand gerechnet. Laut Organisator Felix Walchshöfer gab es seit Bestehen des Challenge Roth noch niemals so heftige Windbedingungen wie in diesem Jahr. Er zog den Hut vor allen Finishern. Entsprechend sahen die Radzeiten aus. Karsten Strakeljahn benötigte mit 5:38:27 h ungefähr 10 min, seine Frau mit 6:05:29 h ca. 11 min länger als im Vorjahr. Eine Bestzeit schien dahin zu schmelzen. Carsten Schnückler benötigte bei den harten Bedingungen gute 5:53:02 h. Den Triathleten half allerdings bei km 80 und 160 die grandiose Stimmung am legendären Solarer Berg, an dem ca. 40000 Fans jeden Radfahrer den Berg „hinauf peitschten, über jeden Schmerz hinweg..
Durch ihren Startvorsprung wechselte Elke Strakeljahn als Erste der Marathonis nach 3:37 min, allerdings mit starken Rückenbeschwerden, auf die Laufstrecke. K. Strakeljahn benötigte für den Wechsel 4:19 min, C.Schnückler 3:53 min.
Zwischen km 4 und 5 überholte Karsten Strakeljahn seine Frau, konnte aber wenige Kilometer später wegen Achillessehnenbeschwerden das Tempo nicht weiter verschärfen. Seine Frau, die den abschließenden Marathon sehr konstant abspulte, blieb ihm somit relativ nah auf den Fersen, so dass er sich entschloss, auf dem letzten Kilometer unter Protest vieler Zuschauer auf seine Frau zu warten und mit ihr gemeinsam ins Ziel zu laufen. Seine Marathonzeit betrug dadurch 4:16:13 h, die seiner Frau 4:19:03 h, was Bestzeit für sie bei einer Langdistanz bedeutete. Durch den guten Lauf konnte sie die verlorenen 11 Minuten auf der Radstrecke mehr als kompensieren und finishte in neuer persönlicher Bestzeit zwei Minuten schneller als im Vorjahr in 11:29:03 h. Ihr Ehemann benötigte 11:09:03 h.
Für Elke Strakeljahn bedeutete diese Zeit bei den Europameisterschaften 2012 den 9. Platz in ihrer Altersklasse W45 und sogar den 2. Platz der W45 bei der deutschen Challenge Meisterschaft. Bei dieser belegte Karsten Strakeljahn Platz 10 der AK M45.
Der Neuling Carsten Schnückler benötigte für seinen abschließenden Marathon 4:45:21 h und lief völlig überwältigt von der Atmosphäre dieses Wettkampfes und hochzufrieden nach 11:56:19 h über die Finishline im grandiosen Rother Zielstadion. Für ihn stand sofort fest, dass er nicht das letzte Mal in Roth gestartet ist!

Der krönende Abschluss der Veranstaltung war wieder einmal ein nicht zu übertreffendes Feuerwerk, mit dem traditionell der letzte Finisher in Roth begrüßt wird und das neue Trainingsjahr für alle „Rothinfizierten" Triathleten eingeläutet wird.

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