16.07.2011
Am vergangenen Samstag und Sonntag vertraten acht Marathonis die Stadt Steinfurt beim Junior Challenge bzw. Challenge Langdistanz Rennen in der Triathlon Hochburg Roth. Bereits am Samstag gingen die Schwestern Frauke und Katja Strakeljahn beim Junior Challlenge, der genau so professionell organisiert ist, wie der „große" Triathlon, an den Start. Frauke musste um 9.30 Uhr den Anfang des Tages machen. In der Jugend B (Jahrgang 1996/97) musste sie 400m Schwimmen, 10km Radfahren und 2,5km Laufen hinter sich bringen. Nach dem Schwimmen leicht abgeschlagen (07:42 min), kämpfte die sich auf dem Rad auf Rang 11 vor (21:19 min) und konnte in der zweiten Wechselzone einen weiteren Platz gutmachen. Durch eine gute Laufleistung (12:55 min) konnte sie den hervorragenden 10 Platz als jüngerer Jahrgang der Altersklasse behaupten und finishte in einer Gesamtzeit von 41:56 min mit sich selbst sehr zufrieden.
Katja Strakeljahn musste noch weitere zwei Stunden bis zum Start um 11.50 Uhr mit ihrer Nervosität kämpfen. Sie hatte an diesem Tag bei den Schülerinnen B (Jahrgang 2000/2001) 200m Schwimmen, 5km Radfahren und 1km Laufen zu bewältigen. Wie ihre große Schwester beendete auch sie das Schwimmen im Mittelfeld (04:44 min), holte beim Radfahren kräftig auf (14:53 min) und musste der schwülen Mittagshitze beim Laufen Tribut zollen (07:02 min], so dass sie keine weiteren Plätze gutmachen konnte. Sie beendete das Rennen als 9. als älterer Jahrgang der Altersklasse in der Gesamtzeit von 26:39 min. Beide Schwestern unterboten damit ihre Vorjahreszeit deutlich mit ein bzw. fast zwei Minuten Nun hieß es regenerieren, um die am nächsten Tag startenden Marathonis kräftig anfeuern zu können.
Am Sonntag begaben sich dann ungefähr 3000 Einzelstarter und 660 Staffeln auf die 3,8 Km Schwimmen, die 180Km Radfahren und die 42,185 Km Laufen.
Pünktlich um 6.30 Uhr ging das Profifeld zusammen mit den „SUB 9" Startern, unter denen auch Volkhard Wittchen gemeldet war, unter den Augen von tausenden von Zuschauern auf die Schwimmstrecke im Main-Donau Kanal. Um 6.45 Uhr folgte ihm dann Elke Strakeljahn auf die Wendepunktstrecke von 3,8 Km und um 7.05 Uhr Karsten Strakeljahn. Wittchen und Strakeljahn legten mit neuer Schwimmbestzeit von 1:04:56 h bzw. 1:04;44 h los. Elke Strakeljahn blieb mit 57:50 min ca. 1 min über ihrer Bestzeit, war aber damit auch gut zufrieden. Die Staffel von Marathon Steinfurt startete erst zwei Stunden später. Der Schwimmpart wurde von Jörg Leichert absolviert. Er übergab den Chip nach guten 1:08:02 h an seine Teamkollegin Sonja Wittchen. Der geringste Teil der Tagesstrecke von 226 km war erledigt. Auch der Wechsel auf das Rad gelang bei allen relativ reibungslos: Wittchen 2 min, E. Strakeljahn 2:38 min, Staffel 2:22 min. Lediglich K. Strakeljahn hatte mit einem durch einen Insektenstich geschwollenen Fuß Schwierigkeiten in seine Socken und Radschuhe zu kommen und benötigte 5:07 min.
Nun ging es bei ziemlich optimalen Bedingungen auf die 180 km lange anspruchsvolle Radstrecke (ca. 1700 Höhenmeter), die in zwei 90 Km Runden zu absolvieren war. In der ersten Runde war der Wind gnädig gestimmt, wobei er in der zweiten Runde deutlich zunahm. Absoluter Höhepunkt der Radstrecke war wieder einmal der „Solarer Berg", an dem mindesten 30 000 Fans unter tosenden Anfeuerungsrufen die Athleten den Berg „hochpeitschten". Gänsehautfeeling pur! Wie bei der Tour des France wird die Gasse nur freigegeben, wenn der Athlet hindurchfährt. Wittchen erledigte diesen längsten Teil des Tages in schnellen 4:43:08 h, K. Strakeljahn in 5:26:21 h. Beide blieben somit ungefähr auf Vorjahresniveau, obwohl die Radstrecke wegen Baustellenarbeiten ca. 2,5km länger war. E. Strakeljahn konnte mit 5:54:15 h erstmalig unter der 6 Stundenmarke bleiben und sich um ca. 12 Minuten verbessern. Sonja Wittchen fuhr die 180 Km erstmalig und erreicht für die Staffel eine gute Zeit von 6:09:41 h.
Volkhard Wittchen wechselte sehr schnell zur abschließenden Marathon Strecke in 1:40 min. Elke und Karsten Strakeljahn trafen sich durch die versetzte Startzeit in der Wechselzone 2. Karsten benötigte 3:22 min Elke, vor allem durch Rückenschmerzen bedingt, 4:51 min. Die Staffel wechselte auf die Läuferin Susi Schlickmann in schnellen 1:46 min.
Der abschließende Marathon Lauf sollte für alle Athleten zur Tortour werden. Ab Mittag wurde es immer schwüler und in der Sonne stiegen die Temperaturen auf bis zu 30°C. Die Laufstrecke führt auf einem Großteil am Main Donau Kanal entlang und liegt oft, gerade auf dem Weg zu den beiden Wendepunkten in der prallen Sonne. Die Läufer mussten für enorm viel Flüssigkeitsaufnahme und Kühlung sorgen. Nicht nur die Marathonis mussten diesen Bedingungen Tribut zollen. Volhard Wittchen blieb mit 3:18:31 h unter seinen Marathonerwartungen, ebenso wie K. Strakeljahn mit 4:10:08 h. E. Strakeljahn konnte zwar ihre Vorjahreszeit um 1:20 min unterbieten und lief 4:31:31 h, hatte aber auch eine deutlich bessere Laufzeit im Visier gehabt. S. Schlickmann als Staffelläuferin kam nach dem Kampf mit der Wärme in einen regelrechten Unwetterguss, hatte also auch keineswegs gute Bedingungen. Sie finishte für die Staffel in 3:54:57 h.
Die wohlverdiente Belohnung für alle war der grandiose Zieleinlauf im gefüllten Stadion in Roth. Volkhard Wittchen erreichte das Ziel zwar nicht unter den gewünschten 9 Stunden, aber ungefähr im Rahmen der Vorjahres in sehr guten 9:10:12 h. Dies bedeutete für ihn Platz 78 in der Gesamtwertung, Platz 11 in der AK M40 und den guten 4.Platz in der Deutschen Challenge Meisterschaft.M40 Karsten Strakeljahn kam nach 10:49:40 h deutlich langsamer als im Vorjahr ins Ziel, war aber trotzdem glücklich und zufrieden, gesund angekommen zu sein. Er wurde 121. der AK M45 gesamt und 16. der Deutschen Challenge Meisterschaft M45. Elke Strakeljahn konnte ihre Gesamtzeit um fast 13 Minuten auf 11:31:03 h steigern. Sie wurde hiermit 96. Frau der Gesamtwertung und 11. Frau in der AK W45. In der Deutschen Challenge Meisterschaft W45 kam sie mit dem 3. Platz sogar noch auf das „Treppchen". Ein krönender Abschluss des Wettkampfes für sie.
Die Staffel finishte unter den Mixed Teams als 150. in der Gesamtzeit von 11:16:47 h und hatte sichtlich Spaß, dabei gewesen zu sein. Gleiches gilt auch für die Marathon Steinfurt Fans an der Strecke mit Petra Sröppler und Stephan Kretschmar und den Töchtern Strakeljahn. Die vier gehörten zu den insgesamt ca. 180 000 Fans an der Strecke, was einen neuen Zuschauerrekord bedeutete. Dies rundete die Veranstaltung, bei der die zwei Weltbestzeiten, durch Chrissie Wellington mit 8:18 h und Andreas Raelert mit 7:41 h fielen, hervorragend ab.
Im nächsten Jahr wollen alle fünf Einzelstarter wieder an den Start gehen und versuchen, die bisher besten Einzelsplits zu einer noch besseren Gesamtzeit zusammenzufügen. Ganz nach dem Motto: „Roth wir kommen!"
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