08.06.2011
Drei Marathonis bei Mitteldistanz Triathlon in Hannover
Am vergangenen Sonntag fand in Hannover der 5. Wasserstadt Limmer Triathlon statt. Mit Volkhard Wittchen sowie Elke und Karsten Strakeljahn gingen 3 Triathleten von Marathon Steinfurt über die Mitteldistanz (1,8km Schwimmen, 90km Rad, 21,1km Laufen) an den Start, um ihre Form für die Langdistanz in Roth am 10.Juli zu testen.
Startzeit war für Ehepaar Strakeljahn um 11.30 Uhr, für V. Wittchen 11.45 Uhr, also musste während des gesamten Wettkampfes mit der extremen Hitze des vergangenen Wochenendes gekämpft werden.
Die Auftaktdisziplin Schwimmen war bei diesen Temperaturen der angenehmste Teil des Wettkampfes. Alle drei Starter waren mit ihren Schwimmleistungen gut zufrieden. Elke Strakeljahn als gewohnt gute Schwimmerin stieg als erste Frau nach 00:24:51h aus dem Wasser, Volkhard Wittchen mit neuer persönlicher Bestzeit nach 00:26:58h kurz vor Karsten Strakeljahn mit 00:27:02h. Es folgte nun eine sehr lange Laufstrecke zur Wechselzone Rad, die mit Neoprenanzug zurückzulegen war.
Auf dem Rad mussten drei Runden von je 30km Länge absolviert werden, wobei jeweils auf den letzten 10km einer Runde nicht nur gegen die Hitze, sondern auch gegen den Wind angekämpft werden musste. Bereits auf dem Rad mussten die Aktiven jede angebotene Wasserflache nutzen, nicht nur um zu trinken, sondern auch äußerlich für Abkühlung zu sorgen. Die Radzeiten (jeweils inklusive Wechselzeiten) waren unter den Bedingungen als sehr gut einzustufen: V.Wittchen fuhr mit 02:25:50h am schnellsten, gefolgt von K.Strakeljahn mit 02:39:28h und E.Strakeljahn mit neuer persönlicher Bestzeit in 02:52:53h.
Das abschließende Laufen endete für viele Teilnehmer in einem Hitze-Desaster: von 502 Startern auf der Mitteldistanz kamen nur 390 ins Ziel! Auf einigen Abschnitten der teils sehr staubigen Laufstrecke, die in zwei Runden von 10,5km rund um die Herrenhäuser Gärten zu absolvieren war, wurden 34-36°C gemessen!
V.Wittchen als bester Läufer der drei Marathonis, war mit seiner Laufleistung keineswegs zufrieden. Der extreme Flüssigkeitsverlust (bis zu 4kg Körpergewicht!) führte zu erheblichen Krämpfen und an diesen Tag kam noch eine mentale Schwäche dazu, so dass er nach der ersten Runde beinahe aufgegeben hätte. Mit für ihn relativ schwachen 01:39:29h auf der Halbmarathonstrecke war er trotzdem froh, den Wettkampf in einer Gesamtzeit von 04:32:18h als 19. der Gesamtwertung und als 5.der AKM40 beendet zu haben.
K.Strakeljahn ging gehandicapt auf die Laufstrecke. Er hatte sich am Vortag einen Zeh so verletzt, dass das Laufen schon vor dem Start in Frage stand. Trotzdem biss er sich durch die Hitze und ignorierte soweit wie möglich die Verletzung. Er absolvierte die Laufstrecke in für ihn auch eher schwachen 01:48:56h und wurde in einer Gesamtzeit von 04:55:27h 12. der AKM45.
E.Strakeljahn ging die Laufstrecke relativ gelassen an und ließ zunächst viele Athleten ziehen. Sie fand aber schnell ihren eigenen Rhythmus und konnte die Extrembedingungen beim Laufen anscheinend an diesem Tag besser verkraften als die beiden Vereinskollegen. Auf der zweiten Laufrunde konnte sie dann viele männliche und weibliche Starter wieder überholen, da sie in der Lage war, ihren Rhythmus bis zum Schluss relativ gut zu halten. Allerdings gab es auf den letzten 3km auch bei ihr leichte Kreislaufprobleme. Die Halbmarathonzeit betrug für sie relativ gute 01:55:28h. Mit hervorragenden 05:13:13h finishte sie als 17. Frau in der Gesamtwertung und als 2. der AKW45. Sowohl taktisch als auch physisch und vor allem mental war sie an diesem Tag bestens mit sich zufrieden!
Trotz aller Widrigkeiten an diesem Tag können die drei Marathonis positiv auf ihren in 5 Wochen stattfindenden Saisonhöhepunkt blicken: Die Triathlon-Langdistanz im Triahtlonmekka Roth!
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